Krešimir Stražanac, Baßbariton, wurde 1983 in Kroatien geboren.

Er studierte bei Prof. Dunja Vejzović (Gesang) und Prof. Cornelis Witthoefft (Liedgestaltung) an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Stuttgart sowie privat bei Prof. Jane Thorner Mengedoht und Hanns-Friedrich Kunz. Nach dem Studium wurde er zum festen Ensemblemitglied des Opernhauses Zürich wo er unter anderem als Baron Tusenbach ("Drei Schwestern"), Ping („Turandot“), Harlekin („Ariadne auf Naxos“) und Don Fernando („Fidelio“) unter der Leitung von Nello Santi, Peter Schneider, Franz Welser-Möst, Bernard Haitink, Placido Domingo und vielen anderen Dirigenten zu sehen war.

2017 debütierte er an der Bayerischen Staatsoper in der Neuproduktion von Giordanos "Andrea Chénier" mit der Partie des Pietro Fléville die er auch in der Saison 2018/2019 an der Bayerischen Staatsoper singen wird. September 2018 gibt er sein Debüt als Baron Tusenbach („Tri Sestri“) an der Oper Frankfurt.


Er ist Gewinner des internationalen Cantilena-Wettbewerbs in Bayreuth (Oper/Operette), des internationalen La Voce-Wettbewerbs des Bayerischen Rundfunks (Kunstlied) sowie des 1. internationalen Hugo-Wolf-Wettbewerbs im Geburtshaus Hugo Wolfs (Slovenj Gradec, Slowenien). Weitere Preise bei dem Paula-Salomon-Lindberg Wettbewerb Berlin (Kunstlied) und dem Opernwettbewerb des Nationaltheaters Zagreb.

 

In der Saison 2015/2016 gab er seine Debüts mit dem Bayerischen Rundfunk und Concerto Köln (Arien und Pilatus in Bachs Johannes-Passion), dem Collegium 1704 (Haendels "Messiah"), dem WDR-Sinfonieorchester (Bachs Kantaten BWV 43, 140, 127, 11 und 92 und Weihnachtsoratorium unter der Leitung von Reinhard Goebel und Helmuth Rilling).

Weitere Debüts dieser Saison waren mit dem Tokyo Symphony Orchestra (Schoenbergs "Survivor from Warsaw" und Brahms' "Requiem" unter der Leitung von Jonathan Nott), Singapore Symphony Orchestra (Die Schöpfung), der Staatskapelle Halle (Franz Schmidt, Das Buch mit sieben Siegeln und Gabriel Faurés Requiem), den Bamberger Symphonikern (Schuberts As-Dur Messe), dem Staatsorchester Stuttgart (Johannes-Passion unter der Leitung von Manfred Honeck), der Gächinger Kantorei und der Akademie für alte Musik Berlin (Beethovens Missa Solemnis, Bachs Magnificat sowie Johannes- und Matthäus-Passion unter der Leitung von Hans-Christoph Rademann).

 

In der Saison 2016/2017 debütierte er mit dem Collegium Vocale Gent / Orchestre du Champs-Elysées unter der Leitung von Philippe Herreweghe (Vier ernste Gesänge op. 121 und Requiem von J. Brahms), dem Sinfonieorchester des Hessischen Rundfunks (Schumanns "Paradies und die Peri"), den Barocchisten und Radiotelevisione Svizzera (Telemanns Kantaten unter der Leitung von Diego Fasolis), dem Gürzenich Orchester Köln (Brahms' Requiem, Dirigat Francois-Xavier Roth), dem Royal Flemish Orkest (Beethovens 9. Symphonie /Philippe Herreweghe), dem Tonhalle Orchester Zürich (Schuberts Es-Dur Messe) und mit dem Münchner Rundfunkorchester (in einem F. Mendelssohn / S.S.Wesley Programm).

 

In der Saison 2017/2018 debütierte er mit dem Royal Concertgebouw Orchestra Amsterdam (Bachs h-moll Messe, Leitung Philippe Herreweghe), dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks und dem Oslo Filharmoniske Orkester unter der Leitung von Herbert Blomstedt, der Staatskapelle Dresden (die „Johannes-Passion” an der Semperoper Dresden sowie bei den Salzburger Pfingstfestspielen) sowie dem Gewandhausorchester unter der Leitung von Gotthold Schwarz (Bachs Johannes-Passion in der Thomaskirche in Leipzig).

Weitere Debüts mit dem Orchester der Klangverwaltung unter Enoch zu Guttenberg (Haydns "Schöpfung") und der Orquestra Sinfónica do Porto Casa da Música (Mozarts "Requiem"). Auch wiederholte er die Zusammenarbeit mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks (diesmal in einem CPE Bach/Johann Sebastian Bach-Programm) und mit dem WDR Symphonieorchester (eine China-Tournee mit Beethovens 9. Sinfonie)

In der kommenden Saison wird er bei den Salzburger Festspielen, im Wiener Musikverein , dem Londoner Barbican Center, dem Festspielhaus Baden-Baden, dem Auditorio Nacional de Música Madrid, dem Leipziger Gewandhaus sowie vielen anderen Konzertsälen auftreten und wird weitere Debüts mit Contentus Musicus Wien (Dirigat Stefan Gottfried), dem MDR Sinfonieorchester (Dirigat Risto Joost), sowie dem European Union Youth Orchestra (Dirigat Manfred Honeck), geben.

 

Besonders gerne widmet sich Krešimir Stražanac dem Kunstlied-Repertoire. So sang er zahlreiche Liederabende/ Rezitals in der Bayreuther Stadthalle, im Grand Théâtre de Dijon, im Zagreber HGZ und Vatroslav Lisinski Saal, beim Dubrovnik Sommerfestival, der Slowenischen Philharmonie in Ljubljana, im Züricher Toni-Areal, dem Klagenfurter Konzerthaus, Périgueux (Frankreich), Stuttgart (Wilhelma Theater und Hospitalhof-Sääle), im Casino Venedig und mehrere Male in Japan.

 

Auf CD/DVD ist er in der Decca Produktion von Bizets Carmen (Morales), der BBC Opus Arte Produktion von Beethovens „Fidelio“ (Don Fernando) und der Quattro Live Produktion von Wagners „Meistersinger von Nürnberg“ (Konrad Nachtigall) zu hören sowie der CD-Aufnahme Bachs Johannes-Passion mit dem Bayerischen Rundfunk/Concerto Köln unter der Leitung von Peter Dijkstra.

Im Oktober 2016 erschien die DVD/Blu-Ray Aufnahme Bachscher Johannes-Passion (halbinszeniert) aus der Nürnberger St. Lorenz Kirche in der Sammlung unter dem Namen Soli Deo Gloria (BR-KLASSIK 900514). Neuerschienen sind auch Mendelssohns "Psalmen" (mit dem Münchner Rundfunkorchester, auch bei BR-KLASSIK, BR900519) sowie die DVD Aufnahme von Bachs Matthäus-Passion mit der Gaechinger Cantorey (ACCENTUS AC20408).

Im Jahr 2018 werden weitere 6 CD-s herausgegeben: Händels "Messiah" mit dem Collegium 1704 (Dirigat Václav Luks), die Johannes-Passion (als Christus, Dirigat Philippe Herreweghe), "Ein deutsches Requiem" von Johannes Brahms (Chorwerk Ruhr, Dirigat Florian Helgath), Peter Eötvös's „Tri sestri“ (eine Produktion des Opernhaus Frankfurt), die erste Lied-CD mit dem Pianisten Jonathan Ware, sowie eine CD mit Werken von Vatroslav Lisinski (in der Koproduktion mit dem Kroatischen Rundfunk)

 

Stand: Juni 2018